Okklusale Medizin

 

Bruxismus und die Schief- (Zwangs-) Lage des Bisses und der Okklusion mit Focus auf Kiefergelenk-Gesichtsschmerzen, HNO und craniomandibular-orthopädische Probleme

 

Aktuelle Kurse

07. + 08.05.2021

 

Okklusale Medizin

Think Orthopedic first

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Abstrakt zum Bisslagen-Konzept -> think orthopedic first -> via....

 

Schon im 1. und 2.  Wechselgebiss sieht man die skel. Disproportionen im cranio-vertebro-mandibuären System!! -> werden diese - schiefen Gesichter - übersehen, da in vielen Fällen adaptiert bzw. noch kompensiert, kommt es dann in dieser schiefen Bisslage zur allmählichen Ausdifferenzierung der direkt, aber auch indirekt beteiligten Strukturen, da das Höcker-Furchen-Relief jetzt dominant intercuspidiert.

 

Ursachen?

-> eine genetische u. epigenetische Disposition aus phyllo- bzw. ontogenetischer Sicht -> d.h. dass die funktionellen Muster, die immer dahinterstecken, lang- und kurzfristig sich somatisch ins Genom einschreiben, aus welchen Gründen auch immer!? -> Ich vermute, dass diese Vielzahl  von unterschiedlichen Okklusionen eine besondere  Variation im humanen Genom ist und deren Hintergrund eine psycho-somatische Interaktion mit der jeweils entsprechenden Umgebung sein könnte!?

 

Versuchen wir an Hand eines unilateralen Kreuzbisses dessen allmähliche Entwicklung uns vorzustellen! -> zuerst die wahrscheinliche, genetische Prädisponierung von den Groß- bzw. Eltern, dann in Folge des Aufwachsens in deren unmittelbarer Nähe und gleichzeitigem Wahrnehmen derer psychosomatischer Eigenheiten (Muster!!) und Nachahmung derer Verhaltensweisen in Bezug auf Haltung, Atmung und Gestik etc. (ein evolutionärer Fakt!) -> könnten doch eine Erklärung für das Weitergeben solcher Merkmale sein!?

 

Wir sehen bei der Entwicklung von Kreuzbissen immer wieder diese funktionellen Habits im Hintergrund -> Mundatmung, Kopf-Körperschiefhaltung, myofunktionelle Dysfunktionen, Asymmetrien in der Maxilla und den dentoalveolären Strukturen, wie zunehmende Steilstellung der OK-Seitenzähne auf der Nicht-Kreuzbissseite und Flachstellung kontralateral mit gleichzeitig einhergehender Vertikalisierung auf der Nicht-Kreuzbissseite und Devertikalisierung auf der Kreuzbissseite usw. -> und jetzt kommt die so oft kontroversiell diskutierte Okklusion ins Spiel -> nach der noch tete on tete Verzahnung tritt nun auf Grund des Fortbestehens der Fehlfunktion jener point of no return ein. Nun übernehmen die Inklinationen (schiefe Ebenen) der Höcker-Fissuren der einzelnen Zähne das weitere Geschehen. Es kommt zur Ausstrukturierung der gesamten Bisslage und deren Umgebung (Rest des Körpers!) in dieser Fehlbisslage! -> artikulär, dentoalvelär und cranio-vertebro-mandibulär etc. im Sinne der Adaptation u. Kompensation der Funktionen des Kauorgans!

Macht es da nicht Sinn, diese Fehlentwicklungen so früh als möglich festzustellen und so kausal als möglich neu auszurichten, um damit dem Circulus vitiosus so schnell wie möglich entgegenzutreten!? -> Geschieht das -aus welchen Gründen auch immer - nicht, dann werden diese Fälle zu jenen, die wir heute als Kiefergelenksproblem- und allgemein als CMD-Patienten in unserer Ordination haben - mit dem gleichen Hintergrund wie oben beschrieben, aber jetzt wesentlich mehr ausdifferenziert und zusätzlich mit multiplen Interventionen der üblichen ZMK garniert!

 

Deshalb sollten wir - aus meiner Sicht - bei all diesen komplexen CMD-Fällen, die neben der uns schon bekannten dentoalv. auch eine interdisziplinäre Anamnese aufweisen, in der Kausalität so weit als möglich zurückgehen, um damit in der Therapie effizienter und schneller zu werden, d.h. -> in die ursprünglichen Defizite aus oral-orthopädischer Sicht und dessen funktioneller Muster und die derzeit bestmöglichen Therapien auszuloten.

Im Falle unseres oben schon angeführten unilat. Kreuzbisses wäre das ein Versuch einer therap. Neupositionierung des Unterkiefers in die Gegenrichtung (3-dimensional) durch okklusale Deprogrammierung der urspr. Bisslage via Watterollen, Aqualizer, TENS oder Variator (Fa. Gamma Wien z.B.).

 

Das Ergebnis sollte dann die positiven Veränderungen im Gesicht , der Körperhaltung von Kopf bis zu den Füßen (siehe z.B. Meerssemantests in ICP und in therap. Bisslage) deutlich machen und ebenso die zuvor erhobenen funktionellen Befunde reduzieren bzw. aufheben.

Probatorisch wird nun diese sozusagen verbesserte Bisslage via abnehmbarer Schiene statisch und dynamisch am Patienten getestet, bevor dann weitere therap. Schritte gesetzt werden.

Sind wir nachhaltig über ca. 3 Monate (inclusive Schienen-Karenz!) erfolgreich bez. der Kiefergelenks- und CMD-Problematik, dann können wir uns nur teilweise auf diese therap. Neupositionierung verlassen, weil ja immer noch die Nachbarregionen Zeit brauchen, um sich wenigstens grob mitauszurichten, sodass auch der Benefit der Erholung anderer Körperstrukturen abgewartet werden sollte, bevor wir über Definierung von neuen Okklusionskonzepten diese dann fixieren. Wir sehen damit sofort, dass solche Vorgehensweisen trotz solchen Aufwandes immer etwas problematisch bleiben -> aber weiter die üblich erlernten Quadranten-Behandlungen in der ZMK in solch funktionsgestörtem Kauorgan zu tun, sollte keine Alternative sein!

 

In der Regel ist der Patient durch den enormen diagnostischen und therapeutischen Aufwand und dessen Teilerfolg sehr beeindruckt und das Vertrauen in diese Art der Behandlung ist meist enorm, weil ja klar wird, welche Vorteile und Schmerzlinderung damit im Zusammenhang sind. Dennoch sollten alle folgenden Schritte ebenso genau überlegt u. immer auch probatorisch erklärt, gesetzt und dokumentiert werden!!

 

Wenn ich vorab von einem Paradigmenwechsel in der ZMK sprach, dann ist dies der Zeitpunkt!

 

Aus meiner Erfahrung müssten nach solch artiger Vortherapie im sog. funktionsgestörten Kauorgan im Wechsel-, wie auch im permanenten Gebißss alle weiteren therap. Schritte aus dieser erfolgreich getesteten therap. Bisslage erfolgen -> sei es durch orthodontische KFO, präprothet. KFO, nur prothet. Maßnahmen oder orthognathische Interventionen, weil es jetzt mehr Sinn macht als zuvor!!

 

Für die orthodontische Kieferorthopädie würde dies im vorliegenden Beispiel eines unilat. Kreuzbisses eine völlig neue Situation bedeuten, da jetzt in der oral-orthopäd. korrigierten UK-Position auf der vertikal niedrigeren Gesichtsseite (geschiftete Kreuzbissseite) die Zähne im OK extrudiert und steiler, auf der kontralateralen Seite aber abgeflacht und intrudiert werden müssten -> in Bezug auf die Kiefergelenke würde dann das zuvor chron. komprimierte Gelenk entlastet (also distrahiert) und auf der Gegenseite unter physiologische Belastung gestellt (zuvor distrahierter Zustand) -> damit würde der zuvor verkürzte Kondylus wieder unter Zug gesetzt und dadurch aus der Destruktion in eine artikuläre Rekonstruktion kommen und wieder länger werden und umgekehrt auf der Gegenseite (Sato spricht hier von einer strategischen Rekonstruktion der Okklusionsebenen, die vor allem mit seiner eigens dafür entwickelten MEAW-Technik schnell und zielsicher erreicht werden kann!) -> nicht zu vergessen ist, dass damit auch die HWS sich aus ihrer Skoliose wieder frei machen und aufrichten kann und gleichzeitig die cranialen Verzüge etc. sich lösen könnten usw. (deshalb ist es ja so hilfreich, dass wir zuvor neben der dentalen eine allg. medizinische Anamnese erarbeiten, weil bis dato wir noch nicht so genau wissen, wie diese Fehlbisslagen v. a. beim unbewussten Abarbeiten des Stresses via Bruxismus zusammenhängen können!?

Dieselbe Denke könnte in der rein prothetischen Rehabilitation oder auch bei orthognathischen Unterstüzungs-OP`s Sinn machen.

 

Man könnte diese Art der Folgerungen auch auf andere benachbarte Regionen anstellen, HNO, Neurologie, allg. Orthopädie oder das autonome Nerven-System (ANS) v.a. in Bezug zur Polyvagal-Theorie von Stephen Porges in Interaktion mit den 12 Hirnnerven, aber das würde hier zu weit führen.

 

Fakt ist, dass diese Sichtnahme eines Bisslagen-Konzeptes funktionell über die Umstellung der Kiefergelenke, der angrenzenden Kopf-Atlas- Gelenke und anterior über die funktionelle Umstellung der supra- und infrahyoidalen Systeme (Hyoid etc.) erfolgt und somit die dentoalv. Strukturen (Zähne) orthodontisch dieser Neupositionierung des Unterkiefers leichter und schneller folgen u. letztendlich statisch und dynamisch diese Equilibrierung aller zusammenhängenden Systemen und die Allostase langfristig aufrechterhalten können -> meiner Ansicht nach, ein völlig anderer Ansatz in Bezug zur traditionellen ZMK bzw. KFO.

 

Diese oben nur ansatzmäßig ausgeführte Denke ist Grundlage einer allg. ZMK und somit sind Okklusion, Oralorthopädie und allg. Medizin immer zuerst in diesem Kontext zu verstehen und dann erst fachübergreifend bestmöglich umzusetzen.

Die Karten liegen jetzt klarer auf dem Tisch, wir wissen nun besser, was mit den einzelnen Werkzeugen in der ZMK und in der orthognath. Chirurgie etc. möglich wäre und können diese gezielt und individuell angepasst in Teamarbeit einsetzen zum Wohle unserer Patienten, aber auch uns selbst!

 

 

 

19. + 20.02.2021

 

Okklusale Medizin

Think Orthopedic first

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Vergangene Kurse

11. + 12.12.2020

 

Okklusale Medizin

Bisslagenkonzept

 

 

... mit Fokus auf die deviierte, das System mitbelastende Bisslage und das schiefe Gesicht

 

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Abstrakt zum Bisslagenkonzept

 

Die akkomodierte bzw. schon dekompensierte Bisslage

 

Wie auch immer der Weg der Entschlüsselung zur „Prima Causa“ aussehen sollte, Fakt ist, dass solche Bisslagen nicht stresstauglich sind und der Bruxismus (die Somatisierung unserer Psyche) mit voller Wucht nicht nur das stomatognathe Kausystem, sondern auch den Rest des Körpers erfasst.

 

Wir sollten uns daher zuerst Gedanken darüber machen, bevor wir quadrantenweise das üblich Erlernte in der ZMK umsetzen, ob die Bisslage unserer Patienten(innen) nicht doch zuerst in toto hinterfragt und untersucht werden sollte -> d.h. jede restaurative oder kieferorthopädische Intervention sollte immer im Kontext auch mit der Stresstauglichkeit der Bisslage einhergehen und dafür gibt es mehrere Gründe, als wir bislang geglaubt und gelernt haben.

 

Die interdisziplinären Interaktionen einer nicht Systemrelevanten Bisslage sind weit häufiger und heftiger, als wir bislang angenommen haben.

 

Die Tatsachen, dass wir in unserem Kausystem (Biss) abstressen können und sollen ist phyllo- und ontogenetisch bereits neurozeptiv angelegt und in stetiger Anpassung.

 

In dieser Art der Denke ist nicht nur die ZMK untrennbar mit der gesamten Medizin, inklusive Psyche, verbunden.

 

Das eben macht unseren Berufsstand so komplex und einzigartig, weil eben das Detail immer im Gesamten gesehen, verglichen und integrativ umgesetzt werden sollte.

 

Bezüglich einer tieferen Einsicht von Bruxismus, Okklusion und Stresstauglichkeit, möchte ich auf den Artikel meiner langjährigen, exzellenten Lehrer Prof. R. Slavicek und S. Sato verweisen -> in der WMW (2004) Springer Verlag oder auch bei www.viesid.com

 

Fazit: Lange genug haben wir jetzt das Pro und Contra der wechselseitigen Beziehung zwischen Kauorgan (Bisslage) und allg. Medizin beobachtet, kontroversiell diskutiert u. v. a. standespolitisch dagegen gemauert.

 

Leider bleibt der Patient(in) dabei auf der Strecke, er sucht Hilfe an allen möglichen Stellen und erfährt, wenn überhaupt, nur vorübergehende Linderung.

 

Aber auch für uns Ärzte in der ZMK ist dieses Kreislaufen mit oft enormem Distress verbunden und wir werden oft auch unbewusst Opfer dieser zu einseitigen Sichtweisen!

 

Was nützt eine aufwendige, hochtechnische Restaurierung oder Kieferorthopädie einer Bisslage, wenn diese nicht fundamental in der richtig verstandenen Oralorthopädie und Okklusion Fuss fassen kann.

 

Der Biss sollte, wie das Gebäude in der Architektur, auf soliden, festen Untergrund basierend sein, so dass letztendlich jegliche dentale Rekonstruktion darauf im Kontext mit dem Rest des Körpers zusammentrifft. Das wäre für den Patienen(in) aber auch für uns die Ars dentendi.

 

Deshalb lädt unsere kleine Gruppe (Dr. Mangold J., Dr. Nigg M. und Dr. Walch R. etc.?) im Dreiländereck, Sie ein, diesbezüglich Taten zu setzen und im Team von interdisziplinär tätigen Ärzten und anderer Berufsgruppen diese etwas andere ZMK zu zelebrieren.

 

Unsere Plattform nennt sich „Okklusale Zahnmedizin“ A-West im Dreiländereck ->derzeit noch www.drmangold.at -> Wir freuen uns über euer Interesse!

 

Flexible Tageskurse außerhalb der üblichen 2-Tages-Kurse (jeweils Fr. + Sa.) sind möglich, müssten aber rechtzeitig angemeldet werden, da-it dann direkt am CMD-Patienten(in) das A bis Z theoretisch und praktisch gezeigt und bis zur Schienenerstellung und Einsetzung vermittelt werden kann.

 

Die Kosten richten sich nach der Anzahl der Kursteilnehmer! Max. 6 Personen, Tagessatz dementsprechend 400 bis 800 € pro Person.

 

Hospitierungstag nur möglich nach Absolvierung des entsprechenden Grundkurses.

 

Alle unsere Kursthemen sind immer an die gesamte Ärzteschaft, Zahntechniker und Gesundheitsdienste aller Art ausgerichtet, da ja der wesentliche Kernaspekt immer die interdisziplinäre Denke der ges. Medizin ist, die Werkzeuge zur Umsetzung dann aber unterschiedlich.

 

 

!!! geändertes Datum !!! 

 

06.11.+ 07.11.2020 statt 23. + 24.10.2020

 

Okklusale Medizin

Syn. -Y CMD, CMO, interdisz. ZMK

 

 

Konzept einer Hybrid-Kiefer-Orthopädie im Wechsel- bzw. permanenten Gebiss

 

Benefits (->Zusatz zur Kursausschreibung)

 

-> zu ad1

diagnostisch: Differenzierung von ICP (akkomodierte bzw. schon dekompensierte Bisslage?)zur RP bzw. therapeutischen Neupositionierung des UK's nach Meersseman

 

praktisch: Realisierung und Umsetzung der unterschiedlichen Raumöffnungen (also hauptsächlich additive craniomandibuläre, orthodontische und/oder prothetische Maßnahmen).

 

 

Reduktion der Brackett-Zeit und Finishing unter Ausnutzung des myotaktischen Reflexes beim Tragen der transparenten Folien mit der Information des richtig verstandenen individuellen Okklusions-Set up (zB Sure-Smile)

 

-> zu ad2

MEAW-Technik nach Sato ermöglicht eine sofortige craniomandibuläre, orthodontische Umsetzung in diese systemrelevanten (Reduktion der Verspannungen im CMS-System und der Nachbarregionen) Freiräume, ohne zusätzliche Überwindung der ursprünglich in ICP bestehenden okklusalen Interferenzen.

 

-> diese 3D-konforme Umsetzung via orthodontischer, okklusaler Rekonstruktion ist mit diesen Gewebestress reduzierenden Multiloop-Bögen einfach am besten!!

GEÄNDERTES DATUM Kursausschreibung 2020-
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Abstrakt:

 

Das bekannte Zitat von Gelb

"THINK ORTHOPEDIC FIRST, THEN DENTAL" sollte erweitert werden......

but in the CONTEXT OF Bruxism.

 

Es ist essentiell, nicht nur die Statik und Dynamic der Okklusion in max. Interkuspitation (zb. beim Schlucken und Bruxismus) grundsätzlich zu verstehen (zb. die Differenzierung von okklusalen Interferenzen nach Prof. SLAVICEK R.), sondern auch die akkommodierte Ruheschwebe und ihrem 1. Zahnkontakt zu vergleichen (entspricht in etwa der Referenzposition von Slavicek bei relativ entspannten Kondylen, um so für die 1. Diagnoseerstellung einen retralen Ausgangspunkt zu haben) mit jener der ersten momentanen therapeutischen Ruheschwebe und deren Annäherung zum 1. Zahnkontakt nach entsprechender Vorbehandlung der funktionsgestörten Kaumuskulatur und ihres CMS-Systems -> via somato-psychischen bzw. psycho-somatische-therapeutischen Maßnahmen (zb. osteopathisch, cranio-sacral, chiropraktisch , diverse Entspannungsmethoden, TENS, Aqualizer oder Variator etc.)

 

Der Begriff "THERAPEUTISCHE NEU-POSITIONIERUNG DES UNTERKIEFERS" ist immer dynamisch zu verstehen, da die Position der Mandibel stets variabel bleiben muss, um so sich nicht nur an negative Einflüsse adaptieren zu können -> wie zunehmende Ansteilung der OK-Front oder mesial-kippende Molaren etc. -> sondern auch aus dieser okklusalen Interferenz bzw. Blockierung via Vertikalisierung  etc. frei machen und sich so wieder spontan oder kontrolliert geführt neu positionieren zu  können.

 

Des Weiteren gilt es zu überlegen, wie in den nächsten Schritten auch die zuvor mitinvolvierten Nachbarregionen (zb. Os temporale bzw. das dazu korrespondierende Os iliaca) sich auch wieder aus diesen Zwangssituationen frei machen können und auch sollten.

Diese "Denke" mündet in das Verstehen der cranio-sacralen und osteopathischen Therapien, wo  Membran- (Faszien-), Knochen, Nerv- und Gefäßverzüge etc. in den Strukturen des Schädels, der Wirbelsäule, des Ventrikelsystems im ZNS und des im Hirnstamm lokalisierten ANS mit seinem Verbund aller Hirnnerven -> die Themen sind!!

 

-> In diesen Denkansätzen wird einem auch sofort klar, dass den funktionell kontrolliert ausgerichteten Therapieansätzen immer der Vorzug gegeben werden sollte u. die brauchen mindestens genau so lang, wie sie in ihre Dysfunktion benötigt haben (DD zu den operativen orthognathischen Korrekturen!!)

 

Mit diesem Wissen sollte es relativ einfach u. logisch sein, bei Gesichtsasymmetrien im Zusammenhang mit den mehr oder weniger starken Kräften des Bruxismus (80 bis 100 kg!) die schädlichen Reaktionen der Zwangsbisslagen auf das Kauorgan selbst wie auch auf seine Nachbarregionen u. den Rest des Körpers nachzuvollziehen.

Diesbezüglich stelle man sich einfach einmal eine MLD (mandib.  laterale Deviation) vor im Sinne eines unilat. Kreuzbisses, einer einseitigen CL II oder eines einseitigen Verlustes der Molaren, dann wird v.a. in der 3-D-Sicht eines großen DVT`s (CBCT) sofort klar, was man unter Kompression/Distraktion der Kiefergelenke, Torsion der Dura mater, der Schädelknochen u. Wirbelkörper u. deren funktionellen Auswirkungen sich vorstellen muss.

Interessant u. sofort einleuchtend sind dann auch die Positionen der Seitenzähne (asym. Wilson -> verstärkt auf der vertical niedrigeren Seite u. umgekehrt auf der nicht geschifteten Seite) u. der Kiefergelenke (Innenrotation des Os temporale auf der geschifteten u. Außenrotation auf der vertikal höheren Bissseite).

 

Das heißt im Umkehrschluss, dass die Zähne bezüglich Korrektur auf der geschifteten Seite extrudiert u. nach palatinal getorquet werden müssen u. damit gleichzeitig auch der betroffene Alveolaknochen wieder in seine ursprüngliche Position zurück kann und das mitbetroffene Kiefergelenk aus der Überbelastung rauskommt. Analoges Denken u. Vorgehen auf der nicht geschifteten Seite!

Dieselbe dynamische Visualisierung ist möglich bis in die obere HWS-Region, sodass 3-dimensional die deszendente muskulo-skelettale Kettenreaktion vom obersten Teil der Wirbelsäule (=Biss) deutlichst und unmissverständlich kypho-skoliotisch nachvollzogen werden kann.

 

Das Gleiche passiert natürlich, wieder im Umkehrschluss, aszendierend nach Unfällen oder auf Grund genetisch bedingter Defizite etc.

Mit anderen Worten...eine erfolgreiche Neupositionierung des Unterkiefers mit Berichtigung einer Gesichtsskoliose (MLD) oder einer mandibulären Retrognathie etc. ist in der Lage eine deszendente Optimierung bis zu den Füßen zu bewerkstelligen. Jeder kann  somit das Potential erahnen, was  sich hier für Möglichkeiten allein aus orthopädischer Sicht ableiten lassen!

 

Der Meersseman-Test mit seinen Watterollen zwischen den Seitenzähnen in schon therapeutisch optimierten Bissnahmen (sehr bekannter Chiropraktiker aus Como) ermöglicht uns relativ schnell u. aussagekräftig eine deszendente musculo-skelettale Reaktion von einer aszendenten (wie zb. bei Knick-, Senkfüssen oder bei Genu valgus oder varus) oder gemischten zu unterscheiden.

 

Die Differenzierung des Meersseman-Testes in max. IKP u. therapeutischer Neupositionierung des Unterkiefers mittels Watterollen oder anderer Bissregistrate gibt sofortige Einblicke, wie schnell solche Kettenreaktionen ablaufen können mit den entsprechenden funktionellen Veränderungen in den Weichteilen, Gelenken u. dem Rest des Körpers.

So führt auf einmal ein symmetriertes Gesicht via Bisskorretur zu einem Ausgleich der zuvor noch feststellbaren Beinlängen-Differenz oder zur Reduzierung bzw. oft gänzlichen Aufhebung der zuvor exakt erhobenen allg. medizinischen und dentalen  Symptome u. anderer Befunde.

 

Um die Verbreitung der CMD in Zukunft einzudämmen, wünscht man sich als CMD-Spezialist vor allen Dingen eine bessere Prävention im Bereich der Zahnmedizin. Des Weiteren sollte jeder Zahnarzt u. Kieferorthopäde vor jedem Eingriff abklären, ob der Patient ein CMD-Risiko hat oder nicht. Dies würde jedoch voraussetzen, dass jeder Zahnmediziner zumindest ausreichende Grundkenntnisse in der CMD hat -> bis heute noch reine Zukunftsmusik.

Zahn- u. Humanmedizin brauchen ein gemeinsames Ausbildungsfach CMD (okklusale- Zahnmedizin) -> am besten schon im Studium, spätestens in der Facharztausbildung. Nur so können wir Zusammenhänge der CMD offenlegen und gemeinsam eine ordentliche Anamnese, Diagnose u. Therapie durchführen.

 

 

 

 

18. + 19.09.2020

 

Okklusale Medizin

Syn. -> CMD, CMO, interdisz. ZMK

 

...mit Fokus auf die Oralorthopädie, Okklusion, Meersseman-Test in ICP und therapeutische Neupositionierung des Unterkiefers

 

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Abstrakt zu Bisslagenkonzept:

 

Die Qualität unserer Bisslage, ob stresstauglich oder nicht, spielt nicht nur in der ZMK eine zunehmend wichtigere Rolle, sondern auch in der allgemeinen Medizin -> als präventive Maßnahme bei allg. stressbedingten Erkrankungen.

 

Das-"Double Edge Sword" des Bruxismus (Knirschen und Pressen) soll uns die Möglichkeit deutlich machen, auf der einen Seite in uns selbst abstressen zu können (Katharsis), ohne gleich andere verletzen zu müssen -> speziell auf der Bühne des stomathognathen Systems (Bisslage), auf der anderen Seite, die Grenzen der strukturellen Überlastungen im Mund selbst, seinen Nachbarregionen (Kiefergelenke, HNO, Neurologie und Orthopädie etc.) bis ins autonome Nervensystem als Symptome wahrzunehmen -> deshalb die enorme Bedeutung nicht nur der dentalen Anamnese und Diagnostik.

 

Es ist möglich, eine Kontrolle über diese überaus stark werdenden psycho-somatischen Kräfte (Somatisierung des chron. Bruxismus) zu bekommen, indem wir unser Kauorgan dafür tauglicher machen -> über das exakte Dedektieren und nachfolgende Verändern  falscher Bisslagen  via okklusaler Rekonstruktion (was auch immer das bedeuten mag!)

Die phylogenetische  Prädisposition einer Dysgnathie und die onto(epi-)genetisch ihr entsprechend adaptierte Okklusion (z.b. bei einem Kreuz-, Tief- bzw. Distalbiss etc.), also diese genetische Vorgabe und diese epigenetisch sich zunehmend einprägenden bzw. einfrierenden Verhaltensmuster über die Umgebung zeigen ihre frühe strukturelle Differenzierung schon in der 1. u.2. Wechselgebissperiode. Deshalb sollte schon in dieser Wachstumsphase diese zunehmende Enddifferenzierung aller am Kausystem beteiligten Strukturen entdeckt und über Bissumstellungen (früher nannte man das Funktions-Kieferorthopädie!!) skelettal u. dentoalveolär korrigiert werden -> eben über  therapeutische  Repositionierung des Unterkiefers.

 

Dies wäre eigentlich immer noch der Grundgedanke der Funktions-Kieferorthopädie, dessen tieferer Hintergrund uns wie ein roter Faden auch bei der Neupositionierung des erwachsenen Unterkiefers (jetzt aber schon mit den ausdifferenzierten Strukturen in ihrer Dysgnathie und dekomp. Okklusion mit schon erheblichen CMD-Problemen!) begleiten und hilfreich unterstützen könnte, falls wir die Zeichen der Zeit zu deuten in der Lage sind. Verpassen wir diese Intervention (Interzeption) im Wachstum, dann müssen und können wir mit dem adaptiven Potential der sich ausdifferenzierenden Gewebe im Kausystem und seinen Nachbarregionen rechnen. Diese immer alle Strukturen involvierenden Prozesse haben aber ihren Preis -> sie brauchen Energie (Distress), um diese Art von Instabilität aufrecht erhalten zu können. Eine oft zu schnelle Extraktion eines Zahnes, eine zu hohe oder zu niedere Krone oder eine  zusätzliche  Bissveränderung etc. kann eine zuvor noch kompensierte Bisslage plötzlich zur Dekompensation bringen und dadurch nicht nur das Kausystem, sondern eben auch den ganzen Körper (inklusive Psyche ) in die Pflicht nehmen.

Trotzdem ist auch bei diesen abgewrackten Fehlbissen noch einiges möglich, allerdings jetzt mit wesentlich mehr Aufwand an Wissen, Erfahrung und Zeit.

 

Dazu dient dieser Mix meiner Kurse, um praktisch und theoretisch für all diese komplexen Fälle Lösungen zu suchen und zu finden.

Dass dafür leider wenig Interesse von Seiten der KollegInnen besteht, das ist Fakt, aber ein anderer Fakt ist eben auch, dass der Patient mit dieser Art von Problemen weiter im Regen steht und sich weiter im Kreis von oft nur kurzfristigen Erleichterungen drehen muss. Wäre da nicht eine andere Option, würde ich hier und heute nicht da stehen, wo ich bin.

Das, worum es hier geht, ist totale Medizin -> unglaublich spannend und für unsere Patienten ein Königsweg -> bzw. die Suche und das Auffinden der Prima Causa. -> also ein" must" für jeden der KollegInnen, dessen (deren) Nutzen nicht nur für seine (ihre) Patienten immens sein wird, sondern auch für uns und unsere Familien selbst.

 

Der funktionelle Schmerzpatient in der ZMK

…mit Fokus auf Kiefergelenksprobleme, Gesichtsschmerzen - dentale und medizinische Symptome TEIL 3 (andere Patienten, andere Themen)

 

20. + 21.09.2019

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Als häufigste Ursache für eine CMD werden in der Literatur Okklusionsstörungen in Verbindung mit Parafunktionen beschrieben. Iatrogene Okklusionsstörungen können durch Füllungen, Zahnersatz oder kieferorthopädische Maßnahmen ebenso herbeigeführt werden wie durch Extraktionen oder Einschleifmaßnahmen. Als nicht iatrogene Ursachen können Hypodontie, Zahnverlust mit und ohne Wanderungen der Nachbarzähne oder Antagonisten sowie Parodontopathien mit Veränderungen der Zahnstellung und Verschleiß der Zahnhartsubstanz (Abrasionen) zu Okklusionsstörungen führen. Zahnfehlstellungen, wie z.B. die Reklination der Oberkieferinzisiven und Dysgnathien, wie der skelettal offene Biss, sind Okklusionsstörungen per se. Auch eine nie erreichte physiologische vertikale Abstützung, „lack of posterior support“, wie Ricketts es formulierte, ist eine Okklusionsstörung.

-          Auszug aus dem Buch „Kraniomandibuläres und Muskuloskelettales System“ von Wolfgang Boissesrée und Werner Schupp mit Beiträgen von Frau Prof. Grunert u.v.a.

 

Als weitere hochinteressante Beiträge zum funktionsgestörten Kauorgan („Konzepte in der Zahnmedizin – Traktate 1-3“), empfehle ich die Bücher meines Lehrers Prof. Slavicek, der mit Prof. Sato eine völlig neue Ein- und Aussicht in dieses weltweit kontroversiell diskutierte Thema "Okklusale Medizin" entwickelte.

 

Wahrscheinlich ist es eine „Ars dentendi“, aus all diesen Teilwahrheiten für unsere PatientInnen das jeweils Beste heraus zu arbeiten, um endlich mehr Licht in dieses Mysterium „Kaufunktionsstörungen“ zu bringen.

Der funktionelle Schmerzpatient in der ZMK

…mit Fokus auf Kiefergelenksprobleme, Gesichtsschmerzen - dentale und medizinische Symptome TEIL 2

 

22. + 23.03.2019

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Der funktionelle Schmerzpatient in der ZMK

mit Fokus auf das autonome Nervensystem (ANS) aus der Sicht der poyvagalen Theorie nach Prof. Stephen Porges

 

25. + 26.01.2019

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Der funktionelle Schmerzpatient in der ZMK

mit Fokus auf die Kiefergelenke und die Kopf-Atlas Region

 

16. + 17.11.2018

 

19 ZFP

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Modul 6:

 

Kiefergelenksprobleme, Gesichtsschmerzen - dentale und medizinische Symptome

 

28. + 29.09.2018  

 

19 ZFP

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Modul 5:

offener Biss + CL III

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Modul 4:

 

Wax up + Langzeit Provisorien (nach den Prinzipien von Prof. Slavicek und Prof. Kulmer) ebenso aus der therap. schienen Position oder nach preprothetischer KFO

 

20. + 21.04.2018

 

 

Informationen Modul 4 als PDF
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Ist und bleibt die neue therapeutische Schienensituation erfolgreich, in Bezug auf Reduktion oder Eliminierung der zuvor interdisziplinären Problemen etc., dann können dem Patienten die nächsten Therapiemöglichkeiten erklärt werden.

 

1. direkt gleich ohne preprothetische KFO -> Wax up in der therap. Schienenposition nach den Richtlinien von Prof. Slavicek oder Prof. Kulmer

 

2. preprothetische KFO (ca. 1 Jahr) und dann erst das Wax up

 

Die preprothetische KFO ist oft dann das Mittel der Wahl, wenn die sonst üblichen rein prothetischen Maßnahmen zu invasiv sind -> wie Chirurgie, Extraktionen, Wurzelbehandlungen infolge massiven Beschleifens oder nicht möglich, da eine neue therapeutische UK-Position wegen einer Zwangsbisslage notwendig wird oder eine okklusale Rekonstruktion wegen einer bestehenden Malokklusion mit  störenden post. oder ant. Interferenzen vorliegt!! 

 

Ein weiteres Benefit ist auch eine Minimalisierung der danach notwendigen Prothetik anstelle von Full-Mouth-Restaurationen!!

 

Die Kombination der preprothetischen KFO mit anschließender prothetischer Planung (Wax up und Provisorien) ermöglichen so die wohl besten funktionellen und ästhetischen Ergebnisse! 

 

Dazu einige praktische Fälle im Vortrag!

 

 

Modul 3:

 

...mit Fokus auf dento-alveoläre Irritationen, wie Hypersensibilitäten, undefinierbare Zahnschmerzen, Abrasionen, Abraktionen, chipping dentaler Restaurationen, Zahnwanderungen, Paro bzw. Periimplantitis aus funktioneller Sicht etc...

 

16. + 17.03.2018

 

Informationen Modul 3 als PDF
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Short Review of literature/background:

Stillman and McCall (1920): suggested existence of excessive occlusal force and gingival disease

 

Clickman (1960): Co-destruction theory traumatogenic occlusion accelerate the rate of periodontal destruction

 

Martinez-Canut P., Towfighi PP: pathological tooth-migration is a common manifestation of periodontal disease wih prevalence range of 30-55 %

 

Walther (2005) suggested that traumatic occlusion leads to increased mobility and reversible alterations of the periodontal apparatus

 

Craddock's (2008) determined occlusal interferences associated with psterior teeth shows increasing probing depth

Summary from review-background:

Till now its still the topic of dicussion whether occlusion is only a co-factor os is a main cause in pathogenics in periodontitis/periimplantitis

 

 

Modul 2:

 

Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, im funktionsgestörten Kauorgan, gleich mit einer festsitzenden KFO zu beginnen, da v. a. Kiefergelenksprobleme, mandibuläres Shifting und interdisziplinäre zahnmedizinische Befunde zuerst eine ausführliche Diagnoseerstellung notwendig machen, um v.a. forensisch, aber auch aus Gründen einer gezielteren und erfolgversprechenden Behandlung mehr Sicherheit und Durchblick zu haben.

Eine therapeutische Neu- (Re-)positionierung des Unterkiefers resultiert aus den Prinzipien der craniomandibulären Orthopädie (CMO).

Stellen wir ein mandibuläres Shifting fest, dann „think orthopedic first“.

Die Erstellung einer Schiene in so einer therap. UK-Position ist das Wesentliche und nicht die oft im Mittelwertartikulator geöffneten Bissnahmen.

Dann ist auch das Design der Schiene etwas Spezielles, was post. Abnützung und ant. Führung betrifft.

Die zuvor sorgfältigst erhobene zahnmedizinische Anamnese und Befunde können dann beim Tragen der entsprechenden Schiene bezüglich Reduktion oder Eliminierung der ursprünglichen Beschwerden die Richtigkeit der Repositionierung des UK’s unterstreichen oder ad absurdum führen.

 

Indikator für therapeutische (Re-) Neupositionierung  des Unterkiefers mit Fokus auf KFO

 

Bei skel. Disproportionen (Dysgnathien) und Malocclusionen.

 

MLD (mand. Lat. Deviation)wie asym. Cl II, Kreuzbiss, asym. Tiefbisse, einseitige Molarenverluste, asym. „squeeze-out“ Effekt

 

Vorteile:

1.       Cranio-mandibuläre Optimierung der UK Deviation mit Profil- und en-face- Verbesserung

2.       Neuromusk. Entspannung der akkomodierten Kau-, Gesichts-, Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur

3.       Interdisziplinäre Reduzierung bzw. Eliminierung von sog. CMD-Beschwerden pos. Einfluss auch auf das autonome Nervensystem (ANS)

4.       Entkoppelung der Kiefergelenke (bzw des CMS) aus ihrer deviierten Condylenposition. CBCT’s arthrotischer Condylenveränderungen, wiederspiegeln chron. Überlastungen aus der Schieflage des Bisses und der Okklusion, getriggert durch Emotionen wie chron. Angst, Aggressionen etc via Bruxismus.

5.       Wesentliche Erleichterung und Verkürzung der KFO, v.a. mit dem Verständnis der MEAW-Technik nach prof. Sato (okklusale Rekonstruktion) und dem Grundverständnis der Okklusion per se (DRP-RP-TRP-Konzept nach Prof. Slavicek etc)

 

Nachteile

 

                Bei größeren therapeutischen Neupositionierungen des UK’s sollte neben den okklusalen Maßnahmen wie retrusiv, protrusiv und transversalen Kontrollen auch eine funktionelle Führung der orthopädisch optimierten Bisslage mittels eines FKO-Gerätes (reduz. EOA) zur Unterstützung der länger dauernden Remodellierung in den Kiefergelenken, Suturen und Wirbelsäule etc. überlegt und genützt werden.

 

Diese und andere Aspekte sind Inhalt des praktischen und theoretischen Kurses.

 

23. + 24.02.2018

 

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Modul 1:

 

Interdisziplinäre Anamnese, großes Diagnosepaket, therapeutische, mandibuläre Reposition

Herstellung einer Sofortschiene

 

19. + 20.01.2018

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"Der richtige Biss" Antrittsvorlesung zur Stiftungsprofessur an der Hochschule Fresenius in Idstein

Pressemitteilung

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OKKLUSALE MEDIZIN IM DREILÄNDERECK 2010-10-15

Einladungs- und Informationsschreiben
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Vorarlberger Zahnärztekammer 2009-10-29

Vortrag zum Download speziell für Zahnärzte
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